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Keg-Fittings und Ersatzteile

Generalüberholung und Dichtungswechsel im eigenen Werk, Fittings namhafter Hersteller, neue AOBAOSI-Fittings ab EU-Lager. Für alle Typen ein Ansprechpartner.

Aobaosi-Fittings ab EU-Lager Miastko

Hersteller · Zhejiang

EU-Lager · Miastko

  • Ab Lager lieferbarAus dem Bestand in Miastko, ohne Wartezeit auf Seefracht.
  • Direkt vom HerstellerWir sind der europäische Vertrieb – ohne Zwischenhandel.
  • Serienfertigung, 2″ × 14 TPIAlle fünf Typen nach Herstellerzeichnung, Maße dokumentiert.
TypBezeichnungGehäuse ØVerbreitung
AFlachfitting74,5 mmDeutschland, Österreich, weite Teile Europas – der häufigste Typ
SKorbfitting50,8 mmBelgien, Niederlande, Teile Frankreichs – kein Gehäuse über der Muffe: Der Körper sitzt in der Muffe und wird mit dem Standardgewinde verschraubt. Der größte Durchmesser ist deshalb der Außendurchmesser dieses Gewindes, 2″ × 14 TPI, also 50,8 mm
DSankey53,7 / 50,2 mmkein Gehäuse über der Muffe – sitzt innen, mit Gewinde oder über Sicherungsnasen gehalten
GDreikantfitting70 mminnen baugleich mit Typ A – dreilappiger Flansch statt rundem Gehäuse
MKombifitting74,5 mmPolen, Tschechien, Teile Deutschlands – Bajonett und Gewinde in einem Kopf
LLimofitting56 / 58 / 60 mmalkoholfreie Getränke und Wein, bis 7 bar – drei Bauarten, siehe unten
Typ-A-Fitting JM-AX-02: zusammengebaut, zerlegt und wieder zusammengebaut – mit den Namen der Bauteile. Der Ablauf dauert 36 Sekunden.

Passende Werkzeuge

Steigrohrlänge und Gewicht · Keg bestimmen · Zapfkopf-Finder

Vor dem Kürzen eines Steigrohrs, beim Bestimmen des Fasstyps und bei der Frage, welcher Zapfkopf passt.

Der Blick von oben

Am eingebauten Fass sehen Sie vom Fitting nur die Oberseite – und die reicht meistens. Die fünf Aufnahmen stehen im selben Maßstab. Der rote Kreis sitzt jeweils auf dem Zeichen, das auf eine Sicherung hinweist: beim Flach- und Dreikantfitting das aufgelaserte Dreieck und die Striche außen am Gehäuse, beim Korb- und Draftfitting das „S“, das in die Nocke geschlagen ist.

Draufsicht auf fünf Keg-Fittings: Flachfitting A, Korbfitting S, Draftfitting D, Dreikantfitting G und Kombifitting M im selben Maßstab, Sicherungszeichen rot markiert
Draufsicht auf fünf Fittingtypen, alle im selben Maßstab. Bezugsmaße: 74,5 mm über den runden Flansch, 70 mm über den dreilappigen, 50,8 mm über das Gewinde beim Korbfitting, 53,7 mm über die Sicherungsnasen beim Draftfitting. Aufnahmen aus dem eigenen Bestand.

Dieselbe Bauart gibt es mit und ohne Sicherung. Der Unterschied steckt nicht in der Form, sondern im Zeichen.

Dreikantfitting und Korbfitting je einmal mit und einmal ohne Sicherungszeichen
Links jeweils die Ausführung mit Sicherungszeichen, rechts dieselbe Bauart ohne.

Vor dem Ausbau: Fass drucklos machen

Ein Keg steht unter Druck, auch wenn es sich leer anfühlt. Erst entlasten, dann das Werkzeug ansetzen – ohne Ausnahme.

Und behandeln Sie jedes Fitting so, als hätte es keine Sicherung. Die Sicherungsnase kann abgeschert, ausgeschlagen oder absichtlich entfernt worden sein; von oben sieht man das nicht. Das Zeichen sagt, was der Hersteller verbaut hat. Es sagt nicht, was heute noch dran ist.

Die Typen im Bild

Aufnahmen aus dem Lieferprogramm. Zum Limofitting Typ L liegt uns noch kein Bild vor.

Keg-Fitting Typ A, Flachfitting, freigestellte Aufnahme
AFlachfitting
Keg-Fitting Typ S, Korbfitting, freigestellte Aufnahme
SKorbfitting
Keg-Fitting Typ D, Draftfitting, gewindelos, freigestellte Aufnahme
DDraftfitting, gewindelos
Keg-Fitting Typ G, Dreikantfitting, freigestellte Aufnahme
GDreikantfitting
Keg-Fitting Typ M, Kombifitting, freigestellte Aufnahme
MKombifitting

Das Fitting ist kein Zubehör. Es ist die sicherheitskritische Verbindung zwischen Behälter und Anlage, und es unterliegt eigenen Normen – DIN 3542 für die Fittings selbst, DIN 32677 für die zugehörigen Zapfköpfe.

Ein Sonderfall bei alten Beständen: Fässer aus den achtziger Jahren tragen häufig ein Grobgewinde in der Muffe – Rundgewinde der Größen Rd 52, Rd 52,8 oder Rd 53 statt des Standardgewindes. Besonders oft bei PU-ummantelten Bauformen. Die Fässer laufen einwandfrei weiter, brauchen aber eigene Fittings. Faustregel für den Wareneingang: altes Baujahr plus PU-Mantel heißt nachmessen, bevor bestellt wird.

Eine Zahl, die man kennen sollte: Es gibt eine Flachfitting-Ausführung mit 68 mm statt 74,5 mm – und die hat immer Linksgewinde, so wie jedes Linksgewinde-Flachfitting 68 mm misst. Beide Merkmale treten nur gemeinsam auf. Weil 68 spürbar unter dem eigenen Standard von 74,5 mm liegt, wird sie beim groben Messen leicht falsch einsortiert.

Warum beim Sankey und beim Korbfitting kein Gehäusedurchmesser steht. Das ist keine Datenlücke, sondern eine andere Bauweise. Flach-, Dreikant- und Kombifitting haben ein Gehäuse, das auf der Muffe aufsitzt – deshalb sind sie mit 74,5, 70 oder 68 Millimetern durchweg größer als das Gewinde. Beim Sankey und beim Korbfitting ist das anders: Der Körper sitzt innen in der Muffe, darüber ist nichts zu messen.

Und davon gibt es zwei Ausführungen – das ist der Punkt, der beim Einkauf über Passen oder Nichtpassen entscheidet:

  • Sankey mit Gewinde. Standardgewinde 2 Zoll × 14 Gänge je Zoll, wie bei den anderen Typen. Passt in jede normale europäische Muffe.
  • Sankey gewindelos. Der Körper wird in eine gewindelose Muffe versenkt und dort mit einem Sicherungsring gehalten. Gehalten wird er von Sicherungsnasen, die in die Muffe greifen – kein Bund, der oben aufliegt. Nach der Fertigungszeichnung unseres Herstellers misst das Bauteil 53,7 mm über die Sicherungsnasen, der eintauchende Körper 50,2 mm, die obere Öffnung für den Zapfkopf 38,9 mm; unterhalb der Fittingaufnahme verengt sich die Muffe auf 44,4 mm. Diese Bauart kommt vor allem aus dem britischen und amerikanischen Markt.

Beide Ausführungen liegen bei rund 50 Millimetern – das Gewinde mit 2 Zoll nominal bei 50,8, der gewindelose Körper bei 50,2. Es ist also dieselbe Baugröße, nur zweimal anders gehalten: einmal vom Gewinde, einmal vom Sicherungsring. Genau deshalb steht das Sankey in keiner Reihe mit den 74,5-, 70- und 68-Millimeter-Gehäusen: Es gehört gar nicht in diese Kategorie.

Praktisch heißt das: Ein Fass mit gewindeloser Muffe nimmt kein Standardfitting an, egal welchen Typs. Wer solche Fässer in eine europäische Flotte übernimmt, braucht vorher den Muffenumbau auf Standardgewinde – danach passen alle gängigen Fittings.

Für den Wareneingang bleibt die Regel, die schneller ist als jede Zahl: Ein Sankey erkennt man daran, dass es nichts zu messen gibt. Steht über der Muffe ein Gehäuse, ist es keines. Und die zweite Frage danach lautet nicht „wie groß", sondern „mit Gewinde oder ohne".

Was in einem D-Fitting steckt. Acht Teile, und die Aufteilung der Werkstoffe erklärt, warum die Reinigungsgrenzen sind, wie sie sind: Gehäuse, Kugel, Steigrohr, beide Federn und die Sicherungsscheibe aus Edelstahl 1.4301, das CO₂-Ventil und der Dichtring aus EPDM. Der Stahl hält alles aus, was eine Waschanlage fährt. Das Gummi nicht – und deshalb stehen die Temperatur- und Konzentrationsgrenzen dort, wo sie stehen.

Das Limofitting ist kein Bierfitting. Das L-System ist für alkoholfreie Getränke und Wein ausgelegt und hält bis 7 bar statt der 3 bar der Bierfittings – stärker karbonisierte Getränke brauchen das. Es gibt drei Bauarten, und der Durchmesser verrät welche: 60 mm ist die allgemeine AfG-Ausführung, 56 mm und 58 mm sind zwei markengebundene Varianten, die nur an lizenzierte Abfüller gehen. Wer ein 56- oder 58-mm-Fitting im Wareneingang findet, hat kein Sonderbierfass, sondern ein AfG-Fass eines bestimmten Konzerns vor sich.

Woran man die Sicherungsvariante erkennt. Beim Korbfitting steht die Bauart am Nocken: keine Marke heißt ältere Ausführung ohne Sicherungshaken, III oder R heißt Sicherungshaken vorhanden, aber nicht am Gehäuse befestigt, S heißt Sicherungshaken angeschweißt. Die drei brauchen unterschiedliche Dichtungen – wer das übersieht, bestellt den falschen Satz. Es gibt zusätzlich eine gewindelose Ausführung, die über einen Sicherungsring gehalten wird und statt der Vierkantdichtung einen O-Ring hat; erkennbar an Kerbe und Sicherungsring im eingebauten Zustand. Dieselbe Systematik gibt es beim Flach- und beim Kombifitting.

Feingewinde oder Grobgewinde – einfach mitzählen. Das Standardgewinde mit 2 Zoll und 14 Gängen je Zoll braucht rund zehn Umdrehungen, bis das Fitting sitzt. Ein Grobgewinde ist nach drei bis fünf Umdrehungen fest. Das ist die schnellste Unterscheidung, wenn kein Messschieber zur Hand ist.

Die vollständige Gegenüberstellung aller fünf Typen – mit Maßen aus den Fertigungszeichnungen, Stücklisten und Explosionsdarstellungen – steht im Beitrag Die fünf Fittingtypen, endlich erklärt.

Typ G ist kein eigenes System. Das Dreikantfitting ist innen baugleich mit dem Flachfitting Typ A – gleiches Gehäusemaß, gleicher Ventilaufbau. Der Unterschied sind ein dreikantiges statt rundes Gehäuse, das einen anderen Zapfkopf verlangt. Für Sie heißt das: Ersatzteile sind zwischen beiden austauschbar, Zapfköpfe nicht. Und wer eine G-Flotte auf A bringen will, muss die Muffe gar nicht anfassen – je nach Verfügbarkeit genügt sogar der Austausch des Fittingkopfs, weil Steigrohr, Feder und Ventil identisch sind.

Überhaupt entscheidet nicht das Fitting, sondern die Muffe. In den allermeisten europäischen Fässern sitzt dasselbe Standardgewinde – 2 Zoll mit 14 Gängen je Zoll –, und darauf passen Flach, Korb, Kombi, Dreikant und Draft gleichermaßen. Ein Systemwechsel ist deshalb in aller Regel ein Teiletausch, kein Umbau. Ein echter Eingriff am Fass wird nur bei gewindelosen Muffen nötig, wie sie aus dem britischen und amerikanischen Markt kommen.

Ein Detail, das beim Bewerten regelmäßig übersehen wird: Der Sicherungsring ist ein Einwegteil. Er kommt bei den gewindelosen Systemen vor und hält dort das Fitting in der Muffe; bei jedem Ausbau gehört ein neuer hinein, zusammen mit Dichtung und CO₂-Ventil. Beim eingeschraubten Fitting gibt es ihn nicht – dort hält das Gewinde, und die Sicherung ist ein innenliegender Sicherheitshaken.

Verlassen Sie sich nie auf eine sichtbare Sicherung. Am eingebauten Fass ist nicht zu erkennen, ob ein Fitting einen Sicherheitshaken hat. Typbezeichnung und Laserung am Gehäuse sind Hinweise, keine Gewissheit – Haken werden nachträglich abgeschnitten, und genau das hat schon zu Unfällen geführt. Vor jedem Ausbau wird entlastet, ohne Ausnahme.

Das Werkzeug für Ausbau und Montage

Für jede Fittingfamilie gibt es ein eigenes Werkzeug. Improvisation beschädigt das Halsgewinde oder den Sicherungshaken – beides kostet mehr als der passende Schlüssel.

Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings
Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings
Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings
Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings
Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings
Werkzeug für Ausbau und Montage von Keg-Fittings

PFAS am Gewinde – eine Frage, die noch kaum jemand stellt

Gewinde an Edelstahlbauteilen werden häufig beschichtet, damit sie beim Einschrauben nicht fressen. Verbreitet dafür: PTFE-basierte Gleitbeschichtungen. PTFE, im Alltag Teflon, gehört nach der OECD-Definition von 2021 zur Stoffgruppe der PFAS – den Ewigkeitschemikalien, über deren Beschränkung die EU derzeit entscheidet. Ein Vorschlag von fünf Mitgliedstaaten liegt seit Januar 2023 vor, die Kommission wird Ende 2026 bis Anfang 2027 erwartet.

Ein Verbot, das Fittings betrifft, gibt es bisher nicht. Die Fittings von Aobaosi kommen trotzdem schon heute ohne PFAS in der Gewindebeschichtung aus – freiwillig, vor der Pflicht. Für eine Flotte, die zwanzig Jahre laufen soll, ist das keine Nebensache: Was Sie heute einbauen, steht in fünf Jahren in einem Rechtsrahmen, der gerade erst geschrieben wird. Die Rechtslage im Detail.

Fittings, Ersatzteile und die Kompatibilitätsmatrix

Aobaosi ist ein eigenständiger Hersteller; den Vertrieb in Europa übernehmen wir. Geliefert wird aus unserem Hochregallager mit 2.300 Palettenstellplätzen, nicht aus Übersee. Nach Zahlungseingang ist Versand am Folgetag bis 12 Uhr möglich, ohne Zollabwicklung.

Warum wir uns für diese Fittings entschieden haben. Wir stellen das Europalager von Aobaosi zur Verfügung und sind von der Qualität der Teile überzeugt – sie sind eine kostengünstige Alternative zu den bekannten Marken. Ein Neuling ist der Hersteller dabei nicht: Muffen fertigt er seit über 26 Jahren, Fittings seit über 20. Seine Muffen werden bei führenden Herstellern verbaut, auch in Europa.

Und wenn die Standardlänge nicht passt: Steigrohre kürzen wir auf Maß – Versandausgang dann in zwei bis drei Werktagen. Dort finden Sie außerdem eine durchsuchbare Übersicht, welcher Zapfkopf zu welcher Brauerei-Marke passt.

Zu Aobaosi

Zum Auftritt von Aobaosi

Reinigung läuft durch das Fitting

Beim Reinigen wird das Fass auf den Kopf gestellt und an die Anlage angekuppelt. Das Medium läuft durch das Steigrohr ein und über den Ringkanal wieder aus. Wer verstehen will, warum eine verbogene Muffe ein echter Ausmusterungsgrund ist, sieht sich am besten den Ablauf an: Keg-Reinigung im Schnitt.

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