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Werkzeug · Kompatibilität

Welches Fitting hat welche Brauerei?

1.024 Marken aus dreizehn Ländern, jede Zeile mit der Angabe, wie gut sie belegt ist. Suchen Sie die Brauerei, und Sie sehen Fittingtyp, Zapfkopf und Quellenlage – ohne Anmeldung, ohne Kontaktformular.

1.024 Einträge13 LänderBelegstärke je Zeile statt blanker BehauptungKostenlos und ohne Anmeldung

Es ist die Frage, die in dieser Branche täglich gestellt und nirgends ordentlich beantwortet wird: Welcher Zapfkopf passt auf das Fass, das gerade in der Rampe steht? Frei zugängliche Listen gibt es, aber sie sind alt, teils falsch und vor allem: Sie sagen nicht, woher sie es wissen.

Wir haben alle greifbaren Listen aus dreizehn Ländern gegeneinander gerechnet, die Dubletten herausgenommen und jeder Zeile angesehen, auf wie vielen voneinander unabhängigen Quellen sie steht. Das Ergebnis steht hier offen – mitsamt der Stellen, an denen es dünn ist.

01

Brauerei suchen

Tippen Sie den Namen. Umlaute und Diakritika müssen nicht stimmen – „Zywiec“ findet auch „Żywiec“, „Prazdroj“ auch „Plzeňský Prazdroj“.

Land
Fittingtyp
Belegstärke

Die Länderangabe ist immer das Herkunftsland der Marke. Läuft dieselbe Marke in einem anderen Markt auf einem anderen Typ, steht dieser Markt im Zusatz – etwa „NL-Markt“ bei einer belgischen Marke. Woher der Beleg stammt, steht in der Anmerkung.

Ein Satz, der wichtiger ist als die ganze Tabelle

Eine Zeile mit der Kennzeichnung „dünn belegt“ ist ein Hinweis, keine Zusage. Sie hängt an einer einzigen Quelle, und diese Quelle ist in den meisten Fällen der Handel, nicht die Brauerei. Wer danach Zapfköpfe bestellt oder Fässer umrüstet, sollte vorher messen. Wie sich Flach und Korb in Sekunden unterscheiden lassen, steht im Fittingtypen-Artikel.

02

Die vier Kennzeichnungen

Nicht jede Zeile ist gleich viel wert. Deshalb steht an jeder, worauf sie beruht.

KennzeichnungWorauf sie beruhtAnzahl
belegtEine Primärquelle nennt den Typ ausdrücklich: die Brauerei selbst, ihr eigenes Merkblatt, ein Datenblatt oder eine Herstellerangabe. Auch eine einzelne Primärquelle zählt hier.118
plausibelMehrere voneinander unabhängige Quellen stimmen überein – unabhängig heißt: nicht aus derselben Vorlage abgeschrieben.404
dünn belegtDie Angabe hängt an einer einzigen Sekundärquelle. Brauchbar als Hinweis, nicht als Grundlage für eine Bestellung.498
widersprüchlichDie Quellen sagen Unterschiedliches, und wir konnten es nicht auflösen. Wir zeigen den Widerspruch, statt uns für eine Variante zu entscheiden.4

Fast die Hälfte des Bestands steht auf einer einzigen Sekundärquelle. Das ist die unangenehmste Zahl auf dieser Seite, und sie steht deshalb oben und nicht im Kleingedruckten. Wer eine Liste ohne solche Kennzeichnung verwendet, hat dieselbe Unsicherheit – er sieht sie nur nicht.

Warum „acht Quellen“ oft eine Quelle sind

Ein gutes Dutzend Fachhändler und Schanktechnikbetriebe führt eine Kegliste auf der eigenen Seite. Die allermeisten sind wortgleiche Kopien – erkennbar an denselben Eigenheiten, bis hin zu denselben Tippfehlern und denselben falschen Ortsangaben. Übrig bleiben im Kern drei eigenständig gepflegte Stammbäume.

Daraus folgt etwas, das bei Zuordnungsfragen regelmäßig übersehen wird: Acht Treffer aus derselben Vorlage sind ein Beleg, nicht acht. Wer nach Mehrheit entscheidet, zählt Kopien. Bei der Einstufung zählen deshalb Quellenfamilien und nicht Fundstellen – und wo sich das nicht sauber trennen ließ, steht es in der Anmerkung.

03

Der Fittingtyp hängt nicht nur an der Brauerei

Das ist der Punkt, an dem jede Liste mit einer Zeile je Marke grundsätzlich zu kurz greift – unsere eingeschlossen.

Gebinde

Dieselbe Marke, zwei Zapfköpfe

In den Niederlanden laufen mehrere AB-InBev-Marken im 50-Liter-Fass auf Korb und im 20-Liter-Fass auf Flach. In Belgien setzt es sich fort: 20 l flach, 30 und 50 l Korb. Die Regel gilt aber nur für diesen Konzern, nicht für den Markt – Grolsch fährt auch das 50-Liter-Fass auf Flach.

Baujahr

Der Stichtag im Fass

Ein niederländischer Hersteller hat umgestellt: Fässer ab August 2023 haben Flach, ältere Kombi. Für eine Rückführung oder eine Ersatzteilbestellung ist das der heikelste Fall überhaupt – da entscheidet nicht die Marke, sondern das Herstelljahr.

Markt

Dieselbe Marke, zwei Länder

Grolsch läuft in den Niederlanden mit Flach und in Großbritannien mit Dreikant. Guinness hat in Frankreich einen eigenen Kopftyp, in britischen Listen steht es unter Flach. Wer im Export arbeitet, kann sich auf eine Landesangabe nicht verlassen.

Sorte

Dieselbe Brauerei, zwei Systeme

Leffe läuft in Frankreich über alle Sorten auf Korb, in den Niederlanden das Blond im 20-Liter-Fass dagegen auf Flach. Eine fränkische Brauerei führt untergärig auf Flach und Weizen auf Korb – in den vollständigen Listen steht sie deshalb zweimal.

Sonderfall

Und manchmal gar kein Standard

Heineken France fährt das 20-Liter-Gebinde als proprietäres Eigensystem, das auf keinen der fünf Typen passt. Solche Fälle sind selten, aber sie kommen vor – und sie stehen in keiner der öffentlichen Listen.

Keine der frei zugänglichen Listen bildet auch nur eine dieser Achsen ab. Wir führen sie als eigene Felder und schreiben sie in die Anmerkung, sobald wir sie belegen können. Vollständig ist das noch lange nicht.

04

Zwei Faustregeln, die nicht stimmen

„Benelux gleich Korb“

Im Grundsatz richtig, aber ausgerechnet an den prominentesten Stellen falsch: Chimay und Westmalle laufen auf Flach, ebenso La Chouffe, Palm und Maredsous 10. Und innerhalb eines Konzerns bricht es sauber auseinander – Alken-Maes führt Grimbergen auf Flach, Affligem und Ciney auf Korb.

„Polen gleich Flach“

Flach überwiegt, aber Żywiec, Łomża und Brackie laufen auf Kombi. Kombi ist in Polen ein realer zweiter Standard, kein Randfall. Und die Konzernzugehörigkeit hilft nicht: Żywiec Kombi, Warka Flach, Leżajsk Flach, Namysłów Kombi – alle vier in derselben Gruppe.

In Frankreich trägt die Konzernlogik dagegen sehr wohl: das Carlsberg-Portfolio durchgehend Flach, das Heineken-Portfolio durchgehend Korb. Solche Muster sind nützlich, aber sie sind Hypothesen, keine Belege. In dieser Tabelle ist jede Zeile einzeln bewertet – auch dann, wenn das Muster offensichtlich wirkt.

05

Was in den einzelnen Ländern herauskam

Tschechien – die beste Datenlage überhaupt

Zwei voneinander unabhängige tschechische Fachquellen führen jeweils rund hundert Brauereien nach Kopftyp und stimmen bei jedem geprüften Namen überein. Das ist die einzige Landesliste, die diesen Test besteht. Ergebnis: Tschechien ist klar dreigeteilt.

TypBrauereiendarunter
Typ A
plochý
rund 40, nach Anzahl führendStaropramen, Bernard, Svijany, Krušovice, Starobrno, Zubr, Litovel, Holba, Braník, Březňák
Typ S
bajonet
rund 45, nach Volumen führendder komplette Prazdroj-Block: Pilsner Urquell, Gambrinus, Radegast, Kozel – dazu Budvar, Primátor, Rohozec, Ferdinand
Typ M
kombi
acht, klar abgegrenztChodovar, Černá Hora, Herold Březnice, Hubertus Kácov, Valášek, Kofola, Břeclav, Vyškov, Hostan

Die Kombi-Gruppe ist dreifach belegt: beide tschechischen Quellen plus eine polnische Herstellerliste, die dieselben acht Namen nennt. Eine sprachfremde, unabhängige Bestätigung – belastbarer geht es in dieser Materie kaum.

Österreich – drei Typen in einem Land

Für Österreich war die Datenlage lange der schwächste Punkt: keine einzige österreichische Kegliste, und die deutschen führen das Land praktisch nicht. Der Durchbruch kam über zwei Quellenarten, die vorher niemand ausgewertet hatte.

Erstens: Getränkegroßhändler, die den Fitting in den Fließtext schreiben. Bei einem niederösterreichischen Zustellgroßhändler steht das Wort mitten in der Bierbeschreibung – bei einer Marke „Flachfitting“, bei der nächsten an derselben Stelle „Korbfitting“. Kein Filter, kein Datenfeld: ein Wort im Beschreibungstext, das beim Suchen nach Bier niemandem auffällt.

Zweitens: das Infoblatt einer Brauerei für ihre Zapfkunden. Die Braucommune Freistadt veröffentlicht ein Merkblatt „Zapfbetrieb“, das auf Seite 3 drei Spalten nebeneinanderstellt – Flach-Fitting, Dreikantflach-Fitting, Korb-Fitting – und die zugehörigen Marken darunter auflistet. Das ist die sauberste Primärquelle, die uns in dreizehn Ländern begegnet ist, und sie räumt gleich mit zwei Annahmen auf: Österreich ist nicht einheitlich, und Dreikantfitting kommt dort real vor.

In der gesamten deutschen Listenlandschaft taucht Typ G ein einziges Mal auf. Nebenbei fiel die verbreitete Zuschreibung „britische Bauform“ auseinander: Ein deutscher Fachhändler verkauft den Dreikantkopf ausdrücklich als abgestimmt auf die Fässer einer estnischen Brauerei. Belegt ist Typ G damit in Großbritannien, im Baltikum und in Oberösterreich – eine saubere Landeszuordnung gibt es nicht.

Deutschland – am größten und am schlechtesten belegt

751 Einträge, und trotzdem der schwächste Durchgang. Der Grund ist aufschlussreich: Weil in Deutschland nahezu alles Flachfitting ist, schreibt der Handel es nicht hin. Es steht genau dort, wo es abweicht oder wo ein Sortiment gemischt ist. Ein Händler in Hannover setzt den Typ als Klammerzusatz in die Gebindezeile – aber nur bei neun von rund hundertdreißig Fassartikeln. Die Angabe ist ein Ausnahmesignal, kein Standardfeld.

Umgekehrt heißt das: Für den deutschen Bestand ist die Faustregel „Flach, wenn nichts dagegen spricht“ belastbarer als anderswo. Nur belegen lässt sie sich eben schlecht – und genau das steht in der Kennzeichnung.

Acht Widersprüche, einzeln nachgeprüft

Von 298 mehrfach belegten deutschen Marken widersprachen sich acht. Wir haben sie nicht per Mehrheit entschieden, sondern einzeln über Brauereiwebsites, Getränkefachhandel mit Zapfkopf im Datenblatt und Zapfanlagenverleih geprüft. Drei ließen sich klären, einer war ein Ortsfehler; die übrigen vier stehen in der Liste als „zu prüfen“.

FallErgebnisBeleg
Esloher BrauhausKombi (M)Brauerei selbst: Fassbier mit Kombi-Anschluss über alle Gebinde von 10,4 bis 50 l
WarsteinerFlach (A)Getränkehändler führt „Flach-Keg“ als Produktattribut im Datenblatt
Göller, Zeil am Mainsortenabhängiguntergärig Flach, Weizenbier Korb – in allen vollständigen Listen als zwei Zeilen geführt
SailerOrtsfehler„Oettingen“ existiert nicht; gemeint ist Sailerbräu Marktoberdorf
Erl · Farny · Schäffler · Greizoffenalle Belege stammen aus derselben Kopiervorlage, die Brauereien selbst schweigen

Der lehrreichste Fall ist Esloher: Dort liegt eine einzige Liste richtig und alle anderen falsch. Eine Mehrheitsentscheidung hätte hier zum falschen Ergebnis geführt. Genau deshalb zählen wir Quellenfamilien und nicht Fundstellen.

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Der Hebel, der die Sache verändert hat

Nach dem österreichischen Fund kam eine zweite Quellenart dazu, die noch mehr bringt: Armaturenhersteller und Zapfkopf-Fachhändler listen in der Beschreibung ihres Zapfkopfes auf, für welche Brauereien er passt. Beim Typ-A-Kopf steht eine Markenliste, beim Typ-M-Kopf eine andere. Das ist keine abgeschriebene Brauereiliste, sondern eine Verkaufsangabe des Herstellers – und die muss stimmen, sonst kommt der Kopf zurück.

In Frankreich funktioniert es noch direkter: Ein Großhändler schreibt den Kopftyp in den Artikelnamen. Wörtlich: „BL.HOEGAARDEN 4,8° 20 L FUT Blanche (TETE PLATE)“. Ein niederländischer Händler führt sogar ein eigenes Datenfeld „Vataansluiting“ je Artikel. Wo so etwas existiert, ist eine ganze Landesliste in wenigen Stunden belegt.

Was Sie damit anfangen können

Wenn Sie Fässer aus mehreren Märkten im Umlauf haben, ist die Tabelle oben ein Ausgangspunkt für die Bestandsaufnahme – nicht mehr. Der belastbare Weg führt über das Fass selbst: Gehäusedurchmesser messen, Typ bestimmen, dokumentieren. Die fünf Fittingtypen und ihre Maße und welcher Zapfkopf auf welchen Typ gehört stehen im Blog.

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Wenn hier etwas falsch steht

Schreiben Sie uns. Jedes Fass, das durch unsere Werkstatt geht, ist ohnehin ein Datenpunkt – eine Korrektur aus der Praxis ist mehr wert als jede Liste. Am meisten hilft: Marke, Gebindegröße, Fittingtyp und, wenn vorhanden, ein Foto der Muffe.

Wir nehmen Korrekturen auf, kennzeichnen sie als belegt, wenn sie aus erster Hand kommen, und halten fest, woher sie stammen. Was wir nicht tun: eine Angabe stillschweigend ändern, weil sie besser ins Bild passt.

Korrektur oder Ergänzung melden · Fittings, Ersatzteile und Muffenumbau · Die Fittingdatenbank mit Maßen und Schnittbildern

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Häufige Fragen

Wie erkenne ich am Fass selbst, welches Fitting drin sitzt?

Über den Gehäusedurchmesser. 74,5 Millimeter heißt Flachfitting; sitzt über der Muffe gar kein Gehäuse, ist es ein Korbfitting. Ein Messschieber genügt. Zwei Ausnahmen gehören dazu: Es gibt eine Flachfitting-Ausführung mit 68 Millimetern, und die hat immer Linksgewinde. Und das Dreikantfitting misst dasselbe wie das Flachfitting, ist aber am dreilappigen statt runden Gehäuse zu erkennen. Beim Kombifitting hilft das Maß nicht weiter, weil es dasselbe Gehäuse hat wie Flach – dort entscheidet der Zapfkopf.

Kann ich mich auf die Angaben in dieser Tabelle verlassen?

Nur so weit, wie die Kennzeichnung an der jeweiligen Zeile reicht. „Belegt“ heißt Primärquelle, „dünn belegt“ heißt eine einzige Sekundärquelle – und fast die Hälfte der Einträge fällt in die zweite Kategorie. Für eine Bestellung oder eine Umrüstung ist die Tabelle ein Ausgangspunkt, kein Beleg. Der belastbare Weg führt über das Fass in der Hand.

Warum steht bei manchen Marken mehr als eine Zeile?

Weil der Fittingtyp nicht nur an der Brauerei hängt. Er kann sich nach Gebindegröße, Absatzmarkt, Biersorte und sogar nach dem Baujahr des Fasses unterscheiden. Mehrere Marken laufen im 20-Liter-Fass auf Flach und im 50-Liter-Fass auf Korb. Läuft eine Marke im Ausland anders als zu Hause, bekommt dieser Markt eine eigene Zeile – das Land bleibt dabei das Herkunftsland, der Markt steht im Zusatz. Die belgische Marke Jupiler steht deshalb zweimal unter BE, einmal davon mit dem Vermerk „NL-Markt“. Ein niederländischer Hersteller hat zum August 2023 umgestellt; dort entscheidet das Herstelljahr.

Warum steht nirgends, wie viele Quellen eine Angabe hat?

Weil die Zahl in die Irre führen würde. Die meisten frei zugänglichen Keglisten sind wortgleiche Kopien voneinander; acht Treffer aus derselben Vorlage sind ein Beleg, nicht acht. Entscheidend ist nicht die Menge, sondern die Art der Quelle – und genau das steht in der Kennzeichnung und, wo nötig, in der Anmerkung.

Gibt es einen Universal-Zapfkopf oder einen Adapter?

Nein. Jedes Fitting braucht den exakt passenden Zapfkopf, und Adapter sind an einem Druckbehälter keine gute Idee. Wenn eine Flotte im Zielmarkt nicht angezapft werden kann, ist der Umbau der Muffe meist günstiger als eine zweite Fassflotte.

Was kostet die Nutzung, und muss ich mich anmelden?

Nichts, und nein. Die Tabelle ist frei zugänglich, ohne Anmeldung und ohne Kontaktformular. Wir freuen uns über Korrekturen aus der Praxis – das ist der einzige Gegenwert, den wir uns davon erhoffen.

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