
Ein Fass ist ein Werbeträger, der vier Jahrzehnte hält
Kaum ein Gegenstand einer Brauerei wird so oft gesehen und so selten gestaltet. Das Fass steht im Keller der Gastronomie, es steht im Hof, es steht auf dem Hänger. Wer es dort mit einem verblassten Logo aus der Zeit vor der letzten Umfirmierung stehen sieht, zieht seine Schlüsse.
Der wirtschaftliche Punkt kommt dazu: Anstatt nach einer Umfirmierung, einer Übernahme oder einem Markenrelaunch neue Fässer zu kaufen, lässt sich der vorhandene Bestand umgestalten. Das kostet einen Bruchteil und spart den kompletten Materialaufwand eines Neukaufs.
Ein neues Logo braucht keine neuen Fässer.Es braucht eine saubere Oberfläche und ein Verfahren, das dreißig Jahre hält.
Fünf Schritte
Vorbereitung und Reinigung
Das Fass wird aufbereitet und die alte Kennzeichnung entfernt. Das ist der Schritt, der über das Ergebnis entscheidet – auf einer schlecht vorbereiteten Oberfläche wird auch die beste Gravur ungleichmäßig.
Oberflächenbehandlung
Polieren oder Satinieren, je nachdem, wie das Ergebnis aussehen soll. Poliert wirkt hochwertiger, satiniert verzeiht Gebrauchsspuren länger.
Branding
Elektrolytische Gravur, Siebdruck oder Farbprägung. Die Gravur ist dauerhaft und kann Graustufen, der Siebdruck kann Farbe, die Prägung hält alles aus. Was passt, hängt vom Motiv ab.
Farbgestaltung
Ringe, Banderolen oder Farbelemente in Ihren Hausfarben, damit der Bestand auf zwanzig Meter erkennbar ist und nicht erst, wenn man davorsteht.
Qualitätskontrolle
Jeder Schritt wird geprüft, bevor der nächste beginnt. Ein Fass, dessen Gravur nicht sitzt, wird nicht poliert, sondern zurückgeschickt in die Vorbereitung.
Die Entprägemaschine
Ein eingeprägter Brauereiname lässt sich nicht abschleifen. Er steckt als Verformung im Blech und nicht als Auflage darauf – wer ihn wegschleift, nimmt Wandstärke mit. Deshalb wird er überprägt: Ein gezahntes Werkzeug drückt ein gleichmäßiges Muster in den Ring, und der alte Schriftzug verschwindet darunter. Danach ist die Fläche neutral und das Fass für eine neue Kennzeichnung frei.



Das machen wir ausschließlich an Fässern, deren Eigentumslage geklärt ist. Warum das keine Formsache ist, steht im nächsten Abschnitt.
Der Moment, in dem es am günstigsten ist
Ein Rebranding im Zuge einer Generalüberholung kostet deutlich weniger als eines als Einzelauftrag. Die Vorbereitung der Oberfläche ist der aufwendigste Teil, und die findet bei der Aufarbeitung ohnehin statt. Wer eine Umfirmierung plant, sollte sie deshalb mit dem nächsten Aufarbeitungszyklus zusammenlegen.
Was wir nicht machen
Fremde Logos entfernen wir nur bei geklärter Eigentumslage
Das Entfernen einer Brauereikennzeichnung ist technisch ein Routineschritt und rechtlich keiner. Ein Fass mit lesbarer fremder Kennzeichnung ist Eigentum dieser Brauerei, unabhängig davon, wer es gerade im Hof stehen hat. Wer eine solche Kennzeichnung entfernen lässt, macht aus einem zuordenbaren Fass ein nicht mehr zuordenbares.
Wir bearbeiten deshalb ausschließlich Fässer, die Ihnen gehören oder die uns gehören. Bei fremdgekennzeichneten Fässern aus einem gemischten Bestand sortieren wir aus und klären die Zuordnung, bevor irgendetwas neutralisiert wird. Das kostet ein paar Tage mehr und erspart allen Beteiligten Ärger, den man nachträglich nicht mehr aus der Welt schafft.
Wenn bei Ihnen fremde Fässer stehen und Sie nicht wissen, wohin damit: Der Fachbeitrag dazu beschreibt, was Sie dürfen und was nicht. Zurücknehmen können wir sie in aller Regel.
Umfirmierung geplant?
Schicken Sie uns Ihr Logo und die Stückzahl. Sie bekommen von uns ein passendes Angebot für Aufarbeitung und Rebranding – abgestimmt darauf, was mit Ihrem Bestand technisch am besten geht.
