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Service · KEG-Kennzeichnung

KEG-Kennzeichnung

Gravur, Prägung, Plakette, Farbring oder Transponder. Ein gekennzeichnetes Fass ist schwerer zu verkaufen, leichter zurückzugeben und überhaupt erst zählbar – und das schlägt auf die Rücklaufquote durch.

Blick von oben auf gestapelte Kegs
Der Kopfring ist die Stelle, an der eine Prägung auch nach dreißig Jahren noch lesbar ist.

Der teuerste Posten ist der, den niemand bucht

Fässer verschwinden. Nicht spektakulär, sondern langsam: eines pro Lieferung, das nie zurückkommt, ein paar im Hof einer Gastronomie, die dichtgemacht hat, ein Dutzend beim Schrotthändler. In der Buchhaltung taucht das als Bestandskorrektur auf, nicht als Verlust – und genau deshalb wird es unterschätzt.

Eine Kennzeichnung verhindert das nicht. Sie verschiebt aber die Wahrscheinlichkeit erheblich, und zwar an drei Stellen gleichzeitig.

Warum eine Kennzeichnung wirkt

  • Sie macht Diebstahl unattraktiv. Ein Fass mit fremder, lesbarer Brauereikennzeichnung ist Eigentum dieser Brauerei – unabhängig davon, wer es gerade im Hof stehen hat. Seriöse Schrotthändler nehmen es deshalb nicht an.
  • Sie macht den Rückweg möglich. Ein gut gekennzeichnetes Fass findet in den meisten Fällen auch wieder den Weg in Ihre Brauerei. Ohne Kennzeichnung ist ein Fass im fremden Hof einfach ein Fass.
  • Sie macht den Bestand zählbar. Wer nicht weiß, welche Fässer wo sind, kann Schwund nicht von Umlauf unterscheiden – und plant dann Neubeschaffungen nach Bauchgefühl.

Der Sonderfall, der beides ist

Ein Fass, dessen Kennzeichnung unleserlich geworden ist, nehmen seriöse Schrotthändler ebenfalls nicht an – weil sich die Herkunft dann nicht mehr klären lässt. Im Ergebnis ist das dasselbe wie beim fremden Fass: Es gehört nicht in den Schrott, sondern zurück.

Wenn bei Ihnen solche Fässer stehen, nehmen wir sie und klären die Zuordnung. Wie das abläuft, steht hier.

Die Verfahren im Vergleich

VerfahrenHaltbarkeitWofür es taugtGrenzen
Elektrolytische GravurdauerhaftLogo, Schriftzug, Seriennummer – auch mit Graustufen, also mit echtem BildmotivBraucht eine plane, saubere Fläche. Nach der Aufarbeitung ist die gegeben.
LasermarkierungdauerhaftLogo, Schriftzug, Seriennummer – und vor allem QR-Codes, für die sich das Verfahren besonders eignetBraucht wie die Gravur eine plane, saubere Fläche.
Maschinelle PrägungdauerhaftSeriennummer und Brauereiname auf dem Kopfring, unempfindlich gegen allesKein feines Motiv, nur Text und Zahlen. Der Kopfring muss ausgerichtet sein. Geprägt wird in aller Regel beim Hersteller, direkt bei der Bestellung der Fässer – nachträglich ist das normalerweise nicht möglich.
MetallplakettedauerhaftWird auf das Fass punktgeschweißt, meist am Kopfring – auf Wunsch auch über einer eingeprägten Beschriftung des VorbesitzersLässt sich mit Gewalt abtrennen. Und sie überdeckt eine alte Prägung, sie entfernt sie nicht.
Wetterfestes EtikettlangeChargen, Sorten, temporäre Zuordnung. Unsere Etiketten sind schutzlaminiert und halten Lauge und Waschgänge von außen über lange Zeit ausBleibt ein Aufkleber: gegen mechanische Beschädigung empfindlicher als Gravur oder Prägung.
Farbring oder BanderolemittelUnterscheidung von Sorten, Volumina, Jahrgängen – auf zwanzig Meter erkennbarIdentifiziert die Gruppe, nicht das einzelne Fass.
RFID-TransponderdauerhaftAutomatisches Erfassen ohne Sichtkontakt, Anbindung an ein BestandssystemBraucht Lesegeräte und ein System dahinter. Ohne das ist es ein teurer Aufkleber.

In der Praxis kombiniert man. Eine dauerhafte Prägung mit Seriennummer als Grundlage, darüber eine Farbkodierung für den schnellen Blick im Hof, und ein Transponder dort, wo ein Bestandssystem vorhanden ist.

Zwei Kegs mit elektrolytisch aufgebrachtem Schriftzug auf der Druckprüfstation
Elektrolytisch signiert. Der Schriftzug ist nicht aufgedruckt, sondern elektrolytisch in die Oberfläche eingebracht – er hält Lauge, Bürste und Jahre im Umlauf aus. Die beiden Fässer stehen hier auf der Druckprüfstation. Aufnahme aus dem eigenen Werk.

Woran wir gerade arbeiten

Fasserkennung und Rückführung

Wir bauen eine Datenbank auf, mit der sich ein Fass anhand seiner Kennzeichnung eindeutig einer Brauerei zuordnen lässt, dazu eine Tauschzentrale, über die identifizierte Fässer wieder dorthin zurückgehen, wo sie hingehören. Der Weg über einen QR-Code ist dabei eine Option, nicht die einzige.

Vorgesehen ist dabei auch eine Diebstahlmeldung. Ein registriertes Fass, das als gestohlen gemeldet wird, lässt sich in der Datenbank kennzeichnen – wer es später scannt oder anfragt, sieht den Vermerk. In den USA gibt es für Metalldiebstahl seit Jahren ein solches Warnsystem, in Europa fehlt ein Gegenstück. Für ein Fass, dessen Restwert im Schrott bei ein paar Euro liegt und im Umlauf beim Vielfachen davon, ist das der wirksamste Hebel – teuer wird der Diebstahl erst, wenn die Ware nicht mehr anonym ist.

Das ist im Aufbau und noch nicht produktiv. Wenn Sie neu kennzeichnen lassen, richten wir das Nummernschema aber schon jetzt so ein, dass es später ohne zweite Bearbeitung passt.

Kennzeichnung planen

Sagen Sie uns, wie viele Fässer Sie im Umlauf haben und ob es bereits ein Nummernschema gibt. Daraus wird ein Vorschlag.

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