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Werkzeug · Fitting und Steigrohr

Steigrohrlänge und Fittinggewicht

Wie lang das Steigrohr sein muss, damit unten die richtige Pfütze bleibt und oben nichts aufsetzt – und was das fertige Fitting dann wiegt. Beides gerechnet mit den Formeln aus den Fertigungszeichnungen.

Eingaben

Flachfitting · Zuschlag 27 mm · Bodenabstand 9 mm

Abzug von der Außenhöhe: 65 mm. Das ist eine Näherung – Wölbung und Muffe unterscheiden sich je Hersteller und Baujahr.

Steigrohr ab Dichtkante531H3 − Bodenabstand
Gesamtlänge des Fittings567H3 + 27 mm
Gewicht, gerechnet467Gramm, ± 5 %

Die drei Maße am Fass

Fasskontur aus unserer CAD-Konstruktion eines DIN-50-Kegs, auf Ihr H3 und Ihren Durchmesser umgerechnet. Das Fitting ist vereinfacht gezeichnet.

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Drei Maße, die man nicht verwechseln darf

H3

Ein Fassmaß: von der Dichtkante in der Muffe, auf der die Gehäusedichtung sitzt, bis zum Sumpf. Gemessen wird am leeren, stehenden Fass. H3 ist die Größe, nach der man ein Fitting bestellt.

Gesamtlänge

Ein Fittingmaß: von der Oberkante des Fittings bis zum Ende des Steigrohrs. Sie ergibt sich aus H3 plus einem Zuschlag, der je Bauart feststeht.

Steigrohr ab Dichtkante

Der Teil, der tatsächlich ins Fass ragt: von der Dichtkante bis zum Rohrende. Das ist H3 minus Bodenabstand. Nach diesem Maß wird gekürzt.

Woher die Zahlen kommen

TypGesamtlängeSteigrohr ab DichtkanteBodenabstand
A FlachH3 + 27 mmH3 − 9 mm9 mm
S KorbH3 + 15 mmH3 − 14 mm14 mm
D SankeyH3 + 15 mmH3 − 14 mm14 mm
G DreikantH3 + 27 mmH3 − 9 mm9 mm
M KombiH3 + 21 mmH3 − 15 mm15 mm

Gewicht für alle fünf Typen: (H3 − 9) × 0,315 g + 300 g, ± 5 %.

Die Längenzuschläge und die Gewichtsformel stehen so auf den Montagezeichnungen des Herstellers, dessen Fittings wir vertreiben – einschließlich der Toleranzangabe von fünf Prozent. Beim Flach- und beim Dreikantfitting ist der Zuschlag mit 27 mm deutlich größer, weil das Gehäuse mit seinem Flansch oben auf der Muffe sitzt. Die Bodenabstände sind je Ventilsystem festgelegt.

Warum der Bodenabstand kein Sicherheitsabstand ins Blaue ist

Beim Reinigen und Befüllen öffnet das Ventil weiter als beim Zapfen. Am Korbfitting sind das rund 6,5 bis 8 mm am Bierweg gegenüber 4 mm in der Zapfstellung. Die 14 mm Bodenabstand sind der Raum, den dieser größere Reinigungshub braucht.

Dazu kommt die Bauart, und die erklärt den Sprung in der Tabelle. Beim Flachfitting und beim Dreikantfitting bleibt das Steigrohr, wo es ist: Zapfkopf, Reinigungs- und Füllkopf drücken nur das Ventil auf, das Rohr wandert nicht nach unten. Beim Korbfitting, beim Sankey und beim Kombifitting ist das konstruktionsbedingt anders. Dort schiebt sich beim Ankuppeln das ganze Steigrohr ein paar Millimeter tiefer ins Fass. Genau deshalb stehen dort 14 und 15 mm in der Spalte und nicht 9 mm – der Weg, den das Rohr beim Ankuppeln zurücklegt, muss unten frei bleiben.

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Was passiert, wenn die Länge nicht stimmt

Zu lang

Beim Reinigen kann sich das Medium am Rohrende nicht aufspreizen – die Strahlen bleiben flach, Schulter und Randbereiche liegen im Spritzschatten.

Beim Zapfen sitzt das Rohrende praktisch auf: Es kommt gar kein Bier oder nur Schaum, weil am Sumpf sehr unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten herrschen.

Zu kurz

Beim Reinigen zerfällt der Strahl auf dem langen Weg und fällt als Fontäne mittig zurück, statt sich an den Wänden zu verteilen – derselbe Fehler, anderer Grund.

Beim Zapfen bleibt eine deutlich größere Menge Bier im Fass stehen, bei jedem einzelnen Gebinde. Das ist ein direkter Verlust und einer der häufigsten Gründe für Beschwerden aus der Gastronomie.

Wie das im Schnitt aussieht, zeigt die Animation zur Steigrohrlänge in sechs Fällen.

Grenzen dieses Rechners

  • H3 ist die kritische Eingabe. Wer es aus der Außenhöhe ableitet, rechnet mit einer Näherung für Wölbung und Muffe. Die unterscheidet sich je Hersteller und Baujahr um mehrere Millimeter.
  • Der Bodenabstand ist typabhängig, nicht fassabhängig. Bei Sonderbauformen kann er abweichen.
  • Das Gewicht ist eine Herstellerformel mit ± 5 % und gilt für die Fittings, die wir liefern. Andere Fabrikate weichen ab.
  • Messen schlägt rechnen. Vor einer Bestellung in Serie gehört ein Muster ins Fass, nicht in die Tabelle.
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