Ihr Betrieb
Nur der Anteil, der ins Fass geht – nicht der Gesamtausstoß. Der Maßstab streckt den Regler, ohne ihn länger zu machen: 50 bis 20.000 hl.
Verteilen Sie die Prozente auf die Größen, die Sie führen – gemeint ist der Anteil an der abgefüllten Menge, nicht an der Fasszahl. Die Summe muss nicht genau 100 ergeben; gerechnet wird mit den Verhältnissen.
Vom Abfüllen bis das gereinigte Fass wieder befüllbar bereitsteht – Lager, Transport, Standzeit beim Kunden, Rücktransport, Reinigung. Das ist die Zahl, die fast niemand kennt und die alles bestimmt.
Kleine Gebinde stehen in der Regel länger beim Kunden. Angezeigt werden nur die Größen, denen Sie oben einen Anteil gegeben haben; der Regler darüber gilt dann als Ausgangswert.
Fässer nach Italien, Skandinavien oder Übersee sind Monate unterwegs. Getrennt gerechnet verzerren sie den Durchschnitt der übrigen Flotte nicht.
Angegeben wird der Mengenanteil, nicht die Fasszahl – wie viele Fässer der Export bindet, steht im Ergebnis.
Um wie viel liegt der stärkste Monat über dem Durchschnittsmonat. 1,0 heißt gleichmäßig über das Jahr.
Puffer für Prüfung, Reparatur, Ausmusterung und Fässer, die gerade nicht auffindbar sind.
Fässer, die nicht zurückkommen. Ergibt den Nachkaufbedarf, nicht die Grundflotte.
Ergebnis
- Füllungen im Jahr–
- Umläufe je Fass und Jahr–
- davon im Export gebunden–
- Grundbedarf im Durchschnittsmonat–
- Aufschlag für die Saisonspitze–
- Sicherheits- und Reservebestand–
- Flottengröße–
- davon je Gebindegröße
- Nachkauf je Jahr durch Schwund–
Ergebnis auf ganze Paletten aufgerundet wäre praxisnäher – wir runden hier bewusst nicht, damit die Rechnung nachvollziehbar bleibt.
Woraus sich die Flotte zusammensetzt
Grundbedarf, Saisonaufschlag und Reserve im Verhältnis. Wie stark der mittlere Block wächst, entscheidet die Saison.
Die Rechnung
Sie ist einfacher, als sie aussieht. Ein Fass kann im Jahr so oft befüllt werden, wie 365 Tage durch seine Umlaufzeit teilbar sind. Umgekehrt heißt das: Je länger ein Fass unterwegs ist, desto mehr Fässer braucht man für dieselbe Menge Bier.
| Schritt | Rechnung |
|---|---|
| Füllungen im Jahr | je Gebindegröße: Absatz in Litern × Anteil ÷ Nennvolumen, danach summiert |
| Umläufe je Fass | 365 ÷ Umlaufzeit in Tagen – je Gebindegröße, wenn eigene Zeiten gesetzt sind |
| Grundbedarf | Füllungen ÷ Umläufe je Fass |
| Grundbedarf mit Export | Inlandsanteil ÷ Umläufe im Inland + Exportanteil ÷ Umläufe im Export |
| Saisonaufschlag | Grundbedarf × (Spitzenfaktor − 1) |
| Reserve | (Grundbedarf + Saisonaufschlag) × Reservesatz |
| Nachkauf je Jahr | Flottengröße × Schwundquote |
Die Umlaufzeit ist die einzige Zahl, an der sich wirklich etwas ändern lässt.Am Absatz nicht, an der Saison kaum. Aber jede Woche, die ein Fass weniger beim Kunden steht, spart Fässer – und zwar proportional.
Die Umlaufzeit ist selten die, die man annimmt. Gerechnet wird meist mit Transport plus Standzeit – vergessen werden das Vollgutlager vor der Auslieferung, die Wartezeit auf eine volle Rückladung und die Fässer, die beim Kunden hinten stehen, weil vorne noch andere Marken laufen.
Wer es wissen will, misst es: Ein paar Dutzend Fässer markieren, Abfülldatum und Wiedereingang notieren. Das Ergebnis überrascht regelmäßig. Genau dafür ist eine Einzelfasskennung da – sie macht aus einer Schätzung eine Zahl.
Mit einem QR-Code am Fass wird daraus Routine statt Projekt: ein Scan bei der Abfüllung, ein Scan beim Wiedereingang – der Rest schreibt sich selbst in eine Tabelle. Danach steht die Umlaufzeit nicht mehr als Schätzwert für die Flotte da, sondern belastbar für jedes einzelne Fass. Und erst dann sieht man auch, welche Fässer die Zeit fressen. Woran wir dafür arbeiten
Was diese Rechnung nicht abbildet
- Ein Jahresschnitt, keine MonatsrechnungGebindegrößen und ihre Umlaufzeiten lassen sich inzwischen einzeln angeben, gerechnet wird aber mit Jahreswerten. Verschiebt sich der Mix über das Jahr – im Sommer mehr Fünfziger, im Winter mehr kleine Gebinde –, bildet ein Jahresschnitt das nur grob ab.
- Die Struktur der SaisonEin Spitzenfaktor ist eine grobe Näherung. Wer Volksfeste oder ein einzelnes großes Wochenende bedient, hat keinen Spitzenmonat, sondern eine Spitzenwoche – und braucht für die Tage kurzfristig deutlich mehr Fässer, als diese Rechnung ausweist. Mietfässer sind genau für diesen Fall da.
- Alterung der FlotteEine gemischte Flotte hat jedes Jahr einen Anteil, der zur Wartung geht. Wer alles auf einmal kauft, hat das Problem später auf einmal.
- Fremdfässer im eigenen RücklaufWer viel im Tausch arbeitet, hat im Bestand regelmäßig Fässer anderer Brauereien. Die zählen nicht zur eigenen Flotte, belegen aber Platz.
