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Werkzeug · Schankbetrieb

Wie viel ist noch im Fass?

Ein angebrochenes Keg auf die Waage stellen, Leergewicht abziehen, durch die Dichte teilen. Mehr ist es nicht – nur dass das Leergewicht je nach Bauform um mehr als das Dreifache schwankt und deshalb fast nie stimmt, wenn man es schätzt.

Eingaben

Fass mit Inhalt, so wie es auf der Waage steht.

Voreinstellung 1,008 kg/l für ein durchschnittliches Vollbier. Wasser 1,000. Alkoholfreies und stark eingebrautes Bier liegt höher – die eigene Brauerei kennt den Wert.

Für PU-ummantelte Fässer, angeschraubte Schutzringe oder ein nachgewogenes eigenes Leergewicht.

Ergebnis

–Liter im Fass
–vom Nennvolumen

–

–Gläser 0,3 l
–Gläser 0,4 l
–Gläser 0,5 l

Gläserzahl ohne Schankverlust. Was in Schaum, Anstich und Leitung bleibt, ist je nach Anlage und Leitungslänge unterschiedlich und lässt sich hier nicht seriös pauschalieren.

Die Rechnung

Restmenge in Litern = (gewogenes Gesamtgewicht − Leergewicht) ÷ Dichte. Das Kohlendioxid im Kopfraum wiegt bei 3 bar und ein paar Litern Gasvolumen deutlich unter zwanzig Gramm; es fällt gegen die Waagengenauigkeit nicht ins Gewicht und ist hier nicht berücksichtigt.

Wo der Fehler herkommtwichtig

Nicht die Formel ist ungenau, sondern das Leergewicht. Die hinterlegten Werte sind Katalogangaben für blanke Edelstahlfässer. In der Praxis streuen sie: PU-Ummantelung, Schutzringe, Reste alter Beschriftung, ein schwereres Fitting nach einer Reparatur. Zwei Kilogramm Abweichung sind bei einem 50-Liter-Fass rund zwei Liter Bier.

Wer es genau braucht, wiegt ein leeres Fass des eigenen Bestands einmal aus und trägt die Differenz oben als Korrektur ein. Danach stimmt die Rechnung für die ganze Flotte.

Hinterlegte Leergewichte

Dieselben Werte wie in der Bestimmungshilfe auf der Hauptseite. Sie gelten für Fässer ohne Kunststoffummantelung.

BauformNennvolumenHöheLeergewicht

Was der Wert nicht sagt

  • Ob das Bier noch gut istEin angebrochenes Fass verliert nicht an Menge, sondern an Qualität. Wie lange es hält, hängt an Temperatur, Anlagenhygiene und daran, ob durchgehend Gegendruck anlag – nicht am Füllstand.
  • Wie viel wirklich noch in die Gläser gehtDas Steigrohr endet nicht am Boden. Ein Rest bleibt konstruktionsbedingt im Fass – wie viel, hängt vom Bodenabstand des jeweiligen Fittingsystems ab.
  • Ob das Fass dicht istEin Gewichtsverlust über Nacht kann eine Leckage sein – oder eine Waage, die auf schrägem Boden steht. Zweimal wiegen, an derselben Stelle.
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